Mission Titelverteidigung gelungen!
Finale im Hofgut Georgenthal
Eine erfolgreiche Titelverteidigung gab es noch nie bei der PING Deutsche Puttliga by Vice Golf. Jetzt hat es Christian Pannek geschafft: Der Spieler vom GC Domtal Mommenheim siegte nach 2025 auch im Finale der Saison 2026.
Wer früh am Morgen zum Finale der PING Deutsche Puttliga by VICE Golf 2026 anreiste, erlebte ein herbstliches Schauspiel: Nebel füllte die Täler im Taunus wie Watte, während die Höhenzüge bereits in Sonnenlicht getaucht waren.
Auch das Hofgut Georgenthal lag im golden Licht der Oktobersonne, doch Tau bedeckte die Fairways und Grüns der 18-Loch-Anlage. Nur das markante „Himalayas Putting Grün" mit seinen enormen Höhenunterschieden und Ondulierungen war frisch gewalzt und frei von Tau.
Das Finale konnte beginnen. Qualifiziert hatten sich die jeweils 15 besten Spielerinnen und Spieler der drei Regionalfinals sowie die vier Bestplatzierten des Vorjahres, darunter auch drei Jugendliche. Das Feld wurde dabei, wie schon so oft, von Männern dominiert.
Anspruchsvoller Parcours für die besten Putter
Der Parcours war schwer gesteckt, das betonte auch Marcus Brunnthaler, Geschäftsführer des Veranstalters GOLF TIME, als er um 11 Uhr die Teilnehmer begrüßte: „Heute messen sich die besten Putter Deutschlands. Wir haben einen herausfordernden Kurs für euch vorbereitet.“
Das Finale begann wie gewohnt mit dem rund 45-minütigen Einputten. Vorher durften die Spieler das Grün nicht betreten. Viele hatten jedoch bereits Runden um die Anlage gedreht, und alle ahnten, was sie erwartete.
Gerade Putts gab es auf dem Himalayas Putting Grün ohnehin nicht. Manche Bälle rollten über die definierte Ausgrenze auf das Vorgrün oder in die Inseln mit Semi-Rough – einige kamen von dort wieder auf der kurzgemähten Fläche zur Ruhe.
An Bahn sechs entschärften die Organisatoren den Platz. Das schnelle Grün und die bergauf-führende Bahn ließen nicht eingelochte Putts wieder zurückrollen. Um Frust und Verzögerungen im Spielablauf zu vermeiden, steckte das Orga-Team hier einen kurzen Putt und führte einen Maximum-Score von sechs Putts ein.
Für einige Spieler war das ein Segen, während andere souverän mit einem einzigen Putt lochten ...
Loch 13: Die schwierigste Bahn des Tages
Die schwerste Bahn des Tages war die 13 - sowohl die Spieler wie auch die Scorekarten bestätigten dies. Die lange Bahn führte deutlich bergauf, die Fahne steckte hinter einer Kuppe auf einem kleinen, nach hinten abschüssigen Plateau. Zu schwache Putts „verhungerten“, zu starke rollten weit am Loch vorbei.
Mit einer Besonderheit wartete die Bahn zehn auf: Die meisten Spieler wählten den Weg über rechts, wo der Ball nach einem starken Break mehr oder weniger gerade zur Fahne lief. Andere spielten von links, dosierten den Putt etwas länger und ließen ihn hinter der Fahne nach rechts zurückrollen.
Dessen ungeachtet, gewann Nils Kowol vom GC Domtal Mommenheim die Vorrunde über 36 Löchern mit nur 68 Putts (-4). Neben ihm qualifizierten sich zwölf weitere Spieler mit maximal 76 Schlägen direkt für die Finalrunde.
Nach der Mittagspause mit Sandwiches mussten fünf Spieler mit 77 Schlägen um die letzten drei Plätze stechen. Das Stechen benötigte lediglich zwei Löcher: Zwei Spieler sicherten sich mit jeweils zwei Putts auf der schweren Bahn 13 die Qualifikation, ein weiterer mit einem Ein-Putt auf der kurzen, aber herausfordernden Bahn sechs.
Matchplay-Modus sorgt für Spannung
In der Finalrunde brachte das übliche Matchplay-Format besondere Spannung. Hier traten jeweils zwei Spieler im Lochspiel über neun Löcher direkt gegeneinander an, das Final-Match und das Spiel um den dritten Platz wurden über jeweils 18 Löcher gespielt. Putts durften geschenkt werden, und wer ein Loch verloren hatte, spielte es nicht zu Ende.
In der ersten Runden entschieden sich die meisten der acht Matches nach neun Loch, oft knapp. Zwei Matches gingen in die Verlängerung.
In der zweiten Runde wurde es enger: Zwei von vier Matches benötigten Extralöcher, um die beiden Finalisten und die beiden Spieler des Consolation Matches zu ermitteln.
Ex-Champion und Titelverteidiger im Final-Match
Im Finale trafen dann zwei ehemalige Champion-Putter aufeinander: Der amtierende Champion Putter of the Year 2025, Christian Pannek, spielte gegen Klaus Hößelbarth, Sieger aus dem Jahr 2024. Hößelbarth setzte auf den gefitteten PING-Putter, den er damals im Finale gewonnen hatte. Die ausgeschiedenen Finalteilnehmer verfolgten das spannende Match auf dem Grün.
Nach sechs Löchern lagen die beiden Spieler mit jeweils einem gewonnenen Loch gleichauf. Auf der sieben ging Pannek erneut in Führung, nach der 13 lag er zwei auf.
Hößelbarth verkürzte auf der 15, nachdem Pannek seinen einzigen 3-Putt des Matches spielte. Doch Pannek hielt seinen Vorsprung und siegte nach 18 Löcher mit 1 auf.
Damit verteidigte er als erster Spieler in der zwölf-jährigen Geschichte der PING Deutsche Puttliga by VICE Golf den Titel „Champion Putter of the Year".
Im Consolation Match setzte sich letztlich Martin Mitrenga vom Hardenberg Golf Resort mit 2&1 gegen Hervé Blanck (New Golf Club Neu-Ulm) durch.











